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Name:
de Graaf, Jonny (Johann)
Geboren:
28. November 1919, Aalen
Bio:

Vater Bezirkssekretär der KPD im Ruhrgebiet. Mit den Eltern und Geschwistern am 2. August 1930 in die Sowjetunion, nach Juny Kommunar im Donbass. Im Frühjahr 1931 reiste die Mutter mit den Kindern nach Deutschland zurück, der Sohn Jonny reiste wieder in die Sowjetunion zum Vater. Die Mutter, Maria de Graaf, starb im März 1933 in Ahlen. Jonny de Graaf wurde im "Kinderheim No 6" in Moskau untergebracht. Er besuchte die Karl-Liebknecht-Mittelschule, später die Werksschule des Stalin-Autowerks. Am 11. Januar 1938 verhaftet und beschuldigt, einer Hitler-Jugend-Organisation angehört zu haben. Am 14. Mai 1938 entlassen und Sowjetbürger. Am 11. September 1941 erneut verhaftet und am 31. Oktober 1942 zu acht Jahren Lager verurteilt. Er gilt als verschollen.

Tod:

Verschollen

Web:
www.nkwd-und-gestapo.de/alphabet-liste.html
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 222-223

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Was suchst du Ruhe,
da du zur Unruhe geboren bist?

(Die freie Straße, 1915)