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Name:
Güssfeld, Käthe (auch: Swenson, Katy)
Geboren:
19. Mai 1899, Berlin
Bio:

Bis 1923 Volksschullehrerin. Sie gehörte seit Mai 1920 der USPD, seit Ende 1920 der KPD an und war 1923/24 Frauenvertreterin der BL Berlin-Brandenburg. Dann war sie Übersetzerin und Redakteurin der Zeitschrift "Kommunist" und für die internationale Abteilung der Komintern (OMS) und den sowjetischen Nachrichtendienst tätig. Einsätze führten sie in die USA, nach Großbritannien und nach Frankreich, zeitweilig war sie dort inhaftiert. Von 1924 bis 1927 im Sekretariat der IAH in Berlin, ab 1927 in der Sowjetunion. 1928 Anhängerin Heinrich Brandlers. Käthe Güssfeld war bis 1931 in der sozial-ökonomischen Abteilung der RGI, anschließend bis 1935 als Dozentin am Institut der "Roten Professur" in Moskau. Sie wurde am 27. Oktober 1936 vom NKWD verhaftet. Kurz zuvor hatte sie noch einen schwedischen Staatsbürger geheiratet (Katy Swenson). Ihr Sohn konnte von ihrer Schwester nach Berlin geholt werden. Käthe Güssfeld saß mit arrow Carola Neher und arrow Hilda Duty ab 1938 in einer Zelle im Zuchthaus Orjol, später soll sie im Lager Sol-Ilzek gewesen sein. Laut einer Auskunft aus dem Jahre 1948 kam Käthe Güssfeld als Opfer der Stalinschen Säuberungen im sowjetischen Gulag ums Leben.

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4400
Literatur:

Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 306

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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