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Name:
Bertram, Kurt
Geboren:
31. Juli 1905, Leipzig
Bio:
Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie stammend, mittlere Bildung, Glasschleiferlehre, seit 1928 KPD, aktiv in der Arbeitersportbewegung; seit April 1931 in der UdSSR, 1932-1936 Sportlehrer an der Karl-Liebknecht-Schule in Moskau, Leiter des Tambourorchesters der Schule, seit 1936 Bürger der UdSSR, Fernstudent an der Sporthochschule in Moskau, gleichzeitig Sportinstrukteur am Thälmann-Klub für ausländische Arbeiter in Moskau und Autoschlosser im Werk der Werkzeugmaschinenfabrik "Ordschonikidse", wohnhaft in Moskau, Vystavotschnyj pereulok 16a. Verhaftet am 2. März 1938; beschuldigt der Teilnahme an der konterrevolutionären faschistischen Organisation "Hitlerjugend", von der Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 17. Mai 1938 zum Tode verurteilt, am 28. Mai 1938 erschossen. Rehabilitiert am 10. September 1957. Bestattungsort Butowo. In der UdSSR lebte Kurt Bertram mit seiner russischen Frau Maria Kukuschkina, ihr gemeinsamer Sohn wurde am 15. Oktober 1938 geboren.
Tod:

Am 28. Mai 1938 erschossen

Web:
www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Texte_27.pdf
Literatur:

Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 180, 187, 198, 229; Mussijenko, Natalija & Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924-1938). Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2005, bes. S. 239

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Es ist eine von mir oft ausgesprochene Theorie, daß alle Menschen von übeln Dünsten, ungraziösem Äußeren, häßlichem Gesicht, kurz: die Pechvögel in der Liebe, einer nationalistisch-antisemitischen Gesinnung zuneigen!

Anton Kuh