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Name:
Benz, Rudolf (auch: Lange, Max)
Geboren:
23. Juni 1900, Zürich
Bio:

Stammt aus einer Arbeiterfamilie. Besuch einer Kunstgewerbeschule, 1920 Diplom als Grafiker, Student an der Berliner Kunsthochschule. Teilnahme an der Gründung der "Assoziation der revolutionären bildenden Künstler". 1924-1926 Kontorist in der Handelsvertretung der UdSSR in Berlin. Seit 1924 KPD-Mitglied. 1926-1927 in London, 1927-1930 Lehrer in der Sowjetarbeitsschule in Berlin, auf deren Empfehlung seit 9. September 1930 in der deutschen Schule in Moskau, später Lehrer für Gesellschaftskunde und Geschichte. Im September 1930 Übertritt zur KPdSU(B), Parteisekretär in der Schule, Anfang der 30er Jahre verantwortlich für die antireligiöse Arbeit. War Klassenleiter, mehrfach für erfolgreiche pädagogische Arbeit ausgezeichnet. Bis 1936 schweizerische Staatsangehörigkeit, danach staatenlos. 1931-1934 Studium an der Abendabteilung der KUNMW. Am 15. Juni 1937 aus der Karl-Liebknecht-Schule entlassen, danach Gebrauchsgrafiker in einer Fabrik. Seine Frau Irene (Mitarbeiterin der Komintern) wurde 1937 verhaftet und erschossen. Rudolf Benz blieb mit seiner einjährigen Tochter allein. Im September 1941 Deportation nach Pensa, im November 1944 im Krankenhaus der Stadt vor Hunger gestorben. Die Tochter Gisela wurde von einer russischen Familie adoptiert, lebt seither in Sibirien unter dem Namen Jelisaweta Wassiljewna Brynsowa.

Tod:

Im November 1944 im Krankenhaus der Stadt vor Hunger gestorben

Web:
Literatur:

Mussijenko, Natalija & Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924-1938). Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2005, bes. S. 238

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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Es genügt nicht,

keine Meinung zu haben.

Man muß auch unfähig sein,

sie auszudrücken.

 

(Wolfgang Neuss)