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Name:
Kosielsky, Ferdinand
Geboren:
7. August 1889, Wien
Bio:
Aus einer Arbeiterfamilie stammend, er hatte drei Geschwister. Von 1908 bis 1910 war er Mitglied der SDAP. Er arbeitete nach der Pflichtschule in Fabriken, bis er 1910 zur k.u.k. Armee eingezogen wurde, in der er bis 1913 als gemeiner Soldat diente. 1914 wurde er zum Kriegsdienst mobilisiert und geriet am 7. März 1915 in russische Kriegsgefangenschaft. Er war in Lagern in Petropavlovsk und Sretensk (Transbajkalien) interniert. Ab 1917 musste er in der Eisen- und Stahlindustrie in Serov (Nadeschdinsk) im Ural arbeiten. Von 1918 bis 1923 diente er in der Roten Armee und kämpfte im Bürgerkrieg im Ural. 1919 wurde er Mitglied der kommunistischen Partei. Nach der Demobilisierung arbeitete er in Moskau in einem Konditoreibetrieb und wurde 1926 sowjetischer Staatsbürger. Später war er als Maschinist in einer Fabrik beschäftigt. Als Kosielsky am 28. März 1938 verhaftet wurde, war er Leiter einer Friseur-Genossenschaft im Süden von Moskau. In der Anklageschrift vom 3. April 1938 wurde er beschuldigt, Mitglied einer Spionage- und Sabotageorganisation zu sein, die ihm die Aufgabe gestellt habe, im Fall eines Krieges mit Deutschland ansteckende Krankheiten in Moskau zu verbreiten. Am 17. Mai wurde er zum Tode verurteilt und am 28. Mai 1938 in Butowo bei Moskau hingerichtet. Kosielsky war verheiratet und hatte einen Sohn.
Web:
www.doew.at/erinnern/biographien/oesterreichische-stalin-opfer-bis-1945/stalin-opfer-k/kosielsky-ferdinand
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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