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Name:
Kaufmann, Franz, Dr.
Geboren:
22. Februar 1902, Lauenburg i. Pommern
Bio:

Vater Bauinspektor. Abitur, Angestellter einer Großbankfiliale. Studium, Mitglied einer sozialistischen Studentengruppe. Dipl.-Kaufmann und Dipl.-Handelslehrer. Promotion (Dissertation: Die Kalkulation der Depotabteilung, Frankfurt a.M. 1927), Mitglied der KPD seit 1930, RGO, RHD. Leiter der Kalkulationsabteilung der Derop-Zentrale (Berlin). Seit August 1933 polizeilich verfolgt, nach Rotterdam emigriert. Hilfsarbeiter bei Exportchleb. Mit Zustimmung des ZK nach Paris, seit September 1934 in Moskau. Seit 1. September 1935 Lehrer für Mathematik, Chemie und Deutsch an der deutschen „Karl-Liebknecht-Schule“. Klassenleiter und vorübergehend stellvertretender Direktor für Planung. Am 22. November 1937 verhaftet und am 2. Februar 1938 zu 10 Jahren Lager verurteilt, am 15. November 1941 im Arbeitslager beim Bau der Eisenbahnstrecke Kotlas-Workuta (ASSR der Komi) gestorben. Am 15. September 1989 rehabilitiert.

Web:
Literatur:

Weber, Hermann: "Weiße Flecken" in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberungen und ihre Rehabilitierung. Berlin: LinksDruck, 1990, S. 95; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 108; Mussijenko, Natalija & Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924-1938). Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2005, bes. S. 242

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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