- Name:
- Herzig, Willi (Wilhelm Heinrich)
- Geboren:
- 18. Oktober 1897, Gelsenkirchen
- Bio:
Sohn eines Bergmanns, selbst auch Bergmann. KPD seit 1920. Mitglied der Freien Gewerkschaften, der Genossenschaftsbewegung, der Roten Hilfe, des Roten Frontkämpferbundes und des Arbeiter-Samariter-Bundes. Am 1. August 1930 mit der Ehefrau Karoline, geb. Laukamp, und den beiden Söhnen Heinz und Alfred zur Arbeit in die UdSSR nach Krasni Lutsch. 1932 folgte auch der Bruder Heinrich, später auch dessen Familie. Am 19. Juli wurde Herzig auf der Arbeitsstelle verhaftet, am 31. Juli auch Karoline Herzig. In der Haft unterschrieb sie die übliche NKWD-Verpflichtung und erhielt die Schein-Quittungen über empfangenen Agentenlohn. Im Januar 1938 wurde Willi Herzig aus der Partei ausgeschlossen. Karoline Herzig blieb noch bis zum Mai in Haft. Dann bekam sie die Ausweisungsorder und wurde am 24. Mai abgeschoben. Willi Herzig gilt - wie sein Bruder - als verschollen, 1954 ließ ihn seine Ehefrau für tot erklären.
- Web:
- Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 98; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001S, S. 234; Schmidt, Ernst: Die Herzig-Familie aus dem Essener Norden, in: Ders.: Lichter in der Finsternis. Essener Opfer der Stalin-Ära, oppositionelle Linke und Fahnenflüchtige 1933-1945. Bd. 3. Essen: Klartext, 1994, S. 39-49
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: