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Name:
Heerwagen, Otto
Geboren:
13. Oktober 1885, Birkigt/Thüringen
Bio:

Sohn eines Schuhmachers. Schule in Saalfeld, Schlosser. 1907 Heirat mit Ida Franke, geb. 1887, zwei Töchter, Erna und Lina. Seit 1908 Mitglied der SPD. 1914 Umzug nach Essen, Arbeit bei Krupp. Seit 1916 USPD, 1920 KPD, dort Unterkassierer, Mitglied der Roten Hilfe. 1929 Kandidatur bei der Kommunalwahl, Mitglied der RGO. Arbeitsvertrag mit dem Volkskommissariat für Schwerindustrie. Am 25. März 1932 mit der Ehefrau nach Berlin, von dort in die Sowjetunion. Arbeit in Stalingrad, im Großbetrieb "Barrikade", später Wechsel nach Kramatorsk in den Betrieb "Stalin", dort Meister für die Bereiche Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen. Am 1. August 1937 wurde Otto Heerwagen verhaftet, der konterrevolutionären Tätigkeit und Spionage beschuldigt. Parteiausschluss wegen Verbindung mit klassenfeindlichen Elementen. Überführung in das Gefängnis Stalino. Ida Heerwagen konnte am 4. Oktober aus der Sowjetunion ausreisen. Otto Heerwagen unterzeichnete eine Verpflichtungserklärung für das NKWD und eine Scheinquittung über 100 Rubel Agentenlohn. Am 28. Oktober schaffte man ihn zum Bahnhof Stalino und von dort nach Kiew. Im Dezember war er wieder zuhause und dort drei Monate in Schutzhaft. Otto Heerwagen starb am 24. Juni 1952 in Essen-Borbeck.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 95; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 227-229

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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