thumb
Name:
Ossenkemper, August
Geboren:
12. September 1905, Werries
Bio:

Sohn eines Drahtziehers. Arbeit auf verschiedenen Zechen. 1925 Heirat mit Luise Schafter, Geburt der Tochter Lotte. 1930 arbeitslos, Mitte 1930 mit Vertrag zur Arbeit in die Sowjetunion auf dem Schacht Amerikanka/Stalin im Donbass. 1934 Scheidung und neue Partnerschaft mit einer Sowjetbürgerin, Geburt einer Tochter. Am 19. April 1937 verhaftet, aber wieder freigelassen. Erneute Festnahme am 1. Juni 1937 Anschuldigung der Sabotage und Spionage. Erneut Freilassung. Verhaftung am 31. Juli 1937 und im Gefängnis in Stalino. Geständnis, dass er später widerrief. Verpflichtungserklärung für das NKWD und Quittung über erhaltenen Agentenlohn. Am 9. Dezember 1937 des Landes verwiesen. Nach Ende des Krieges erneute Heirat mit Hildegard Maria Langohr. August Ossenkemper starb am 4. April 1982 in Hamm.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 295-296

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
arrow Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wenn ein Dummkopf einen Stein in den Garten wirft,
können ihn tausend Weise nicht entfernen.

(zit. nach Joseph Roth, Brief an Arnold Zweig vom 28. August 1934)