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Name:
Kirch, Ignatz Wilhelm August (auch: Blumenthal)
Geboren:
26. März 1894, Huckarde
Bio:

Sohn eines Bergmanns. Bereits als Vierzehnjähriger Arbeit auf einer Zeche. Mit 18 sozialdemokratische Jugend, im 1. Weltkrieg Soldat. Für den Spartakusbund aktiv, Mitbegründer der Dortmunder KPD-Ortsgruppe. Beschäftigung auf verschiedenen Dortmunder Schachtanlagen. 1920 bei den Ruhrkämpfen Kompanieführer, verhaftet und zwei Monate Untersuchungshaft. Unter falschem Namen beim Freikorps Oberland. 1922 wegen Gewalttat sechs Monate im Gefängnis. 1923 wegen antimilitaristischer Propaganda verfolgt, zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1927 Entlassung und Arbeit im Bergbau. 3. Ehe mit Else Börstinghaus. Am 17. März als Politemigrant in der Sowjetunion, er hatte zuvor einen arbeitswilligen Arbeiter erschollen und musste sich versteckt halten. Nach kurzem Aufenthalt in Moskau im Donbass auf der Zeche Stalin/Amerikanka beschäftigt. Die Ehefrau und die beiden Kinder reisten ihm nach. Wechsel auf die Schachtanlage Juny Kommunar. Else Kirch kehrte mit den Kindern nach Deutschland zurück und ließ sich im Sommer 1934 scheiden. Am 21. Juni 1937 wurde Kirch auf Vorschlag von Philipp Dengel, dem Leiter der deutschen Vertretung beim EKKI, wegen politischer Unzuverlässigkeit aus der KPD ausgeschlossen. Im Augsut 1937 wurde er verhaftet. Er gilt als verschollen.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 241-242

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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