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Name:
Hensel, Paul
Geboren:
6. September 1887, Kunchenguth kr. Osterode/Ostpr.
Bio:

Arbeit in der Landwirtschaft, Militärdienst. In Gelsenkirchen Hauer auf verschiedenen Zechen. Im 1. Weltkrieg an der Westfront. 1918 Heirat mit Bertha Jorga, geb. 1898, zwei Töchter Edith und Ruth. 1920 KPD, Rote Hilfe und RFB. 1930 Anwerbung für eine Arbeit in der Sowjetunion, am 2. August nach Nowo Ekonomiceski im Donbass, dort auf dem Schacht Central 1/3 als Hauer. 1931 Zuzug der Familie, die allerdings wieder nach Deutschland zurückkehrte. 1932 deutscher Delegierter beim 9. Gewerkschaftskongreß in Moskau. Verhaftet am 24. August 1937, im Gefängnis in Stalino. Man hielt ihm vor, konterrevolutionäre Literatur verbreitet zu haben, einer trotzkistisch-konterrevolutionären Organisation anzugehören und Agent der deutschen Polizei zu sein. Nach Misshandlungen und Erschiessungsdrohung Geständnis und Unterzeichnung der abverlangten NKWD-Verpflichtung. Am 28. November Transport nach Kiew, von dort nach Westen, am 30. Dezember erreichte er Gelsenkirchen. Anfang Februar 1938 Schutzhaft, Ermittlung wegen Bigamie (angeblich war Hensel in der Sowjetunion zweimal verheiratet). Hensel wurde bis März 1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehalten, danach konnte er seine Arbeit im Bergbau wieder aufnehmen. Paul Hensel starb am 23. Juni 1959.

Web:
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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