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Name:
Sturm, Fritz (d.i. Sachs-Gladnew, Samuel)
Geboren:
1890, Rußland
Bio:
Kindheit und Jugend liegen im dunkeln. Er selbst behauptete, bis 1907 in Deutschland gelebt zu haben und dann nach Rußland gekommen zu sein. Funktionär der Bolschewiki, aktiv an der bolschewistischen Oktoberrevolution 1917 beteiligt. Im November 1918 kam er als Emissär der RKP nach Deutschland und war in Hamburg als Fritz Sturm tätig. Er nahm als Hamburger Delegierter der Internationalen Kommunisten Deutschlands am Gründungsparteitag der KPD Ende 1918 teil und wurde dort in die Programmkommission gewählt. Zusammen mit Werner Rakow gründete er in Hamburg den Verlag Carl Hoym Nachf., einen Komintern-Verlag, in dem auch die deutschsprachige Ausgabe der offiziellen Zeitschrift \"Die Kommunistische Internationale\" sowie später Komintern- und KPD-Publikationen gedruckt oder ausgeliefert wurden. 1919 war Sturm in Hamburg führender Funktionär der KPD, stellte sich zunächst auf den Standpunkt der linken Opposition von Heinrich Laufenberg und wurde deswegen auf der Reichskonferenz der KPD im März 1919 angegriffen. Im Februar 1920 in Hamburg festgenommen, später aus Deutschland ausgewiesen. Er war in der KPdSU(B) in Petrograd aktiv, anschließend in der Komintern beschäftigt. 1928 als Anhänger Bucharins aus der KPdSU(B) ausgeschlossen, wurde Fritz Sturm (Samuel Sachs-Gladjew) während der Säuberungen als angeblicher Terrorist verhaftet und 1937 erschossen.
Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=5260
Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 195

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