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Name:
Stucke, Friedrich (Fritz)
Geboren:
4. April 1895, Bremen
Bio:

Der jüngere Bruder Carl Stuckes trat 1910 der Bremer Arbeiterjugend bei, 1913 der SPD, 1919 der KPD. Er ging in den zwanziger Jahren nach Berlin, gehörte der dortigen BL an, arbeitete als Redakteur der "Roten Fahne" und war einige Zeit Sekretär von Felix Wolf (Werner Rakow), dem Leiter des KPD-Nachrichtendienstes. 1924 bekannte er sich wie sein Bruder zu den Rechten, wurde aus dem Parteiapparat entfernt und war dann bei der sowjetischen Botschaft beschäftigt. In Moskau wurde 1925 auch sein Fall im Parteiverfahren gegen Heinrich Brandler, Karl Radek und August Thalheimer verhandelt. Friedrich Stucke ging 1931 mit seiner Ehefrau Ruth Minna, geb. Stolpin, (* 12. September 1906) in die Sowjetunion, war in Moskau Deutschlehrer am Institut der Roten Professur. Am 27. April 1937 vom NKWD verhaftet, am 26. Oktober 1937 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichts zum Tode verurteilt, wurde Friedrich Stucke noch am gleichen Tag erschossen. Seine Ehefrau wurde im Juni 1941 verbannt. Erst am 18. Juli 1989 von sowjetischen Justizorganen "posthum rehabilitiert". Bestattungsort Friedhof Donskoe, Grab 1.

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=5258
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 232

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Wenn ein Dummkopf einen Stein in den Garten wirft,
können ihn tausend Weise nicht entfernen.

(zit. nach Joseph Roth, Brief an Arnold Zweig vom 28. August 1934)