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Name:
Bronska-Pampuch, Wanda (auch: Koch, Wanda)
Geboren:
1911, Zürich
Bio:
Polin, Tochter von Mieczyslaw Bronski und Helena Brodowska, geb. Tannenbaum. 1931 in Berlin, Besuch von Reformschulen. Mitglied einer kommunistischen Kindergruppe und des Sozialistischen Schülerbundes, 1926 KJVD.1929 Politleiterin einer Straßenzellle in Berlin-Steglitz, 1930 Mitglied der UBL Süd-West, Instrukteurin, Abitur an der Karl-Marx-Schule in Neukölln. Studium der Nationalökonomie an der Berliner Universität, Orgleiterin der "Kostrufa" (Kommunistischen Studentenfraktion), Mitglied der KPD. 1931 Moskaubesuch. Redakteurin bei der "Deutschen Zentral-Zeitung" (DZZ), ab 1933 Studium an der Kommunistischen Universität nationaler Minderheiten des Westens (KUNW) unter dem Namen Wanda Koch, Geburt einer Tochter. Tätigkeit als technische Sekretärin der außenpolitischen Abteilung der "Iswestija", später bei der Presseabteilung des EKKI, seit Anfang 1937 als geheime Mitarbieterin des NKWD geführt. Am 25. Mai 1937 Verhaftung der Mutter, die am 4. August 1937 hingerichtet wird, am 9. September 1937 Verhaftung des Vaters, der am 1. September 1938 in Kommunarka erschossen wird. Am 15. März 1938 Verhaftung von Wanda Bronska, Inhaftierung im Taganka-Gefängnis. Vorwurf der Spionage zugunsten einer ausländischen Macht" und "Mitgliedschaft in einer deutschen konterrevolutionären Spionagegruppe". In der Anklageschrift heisst es, sie habe sich im Kreise "der UdSSR feindlich gesinnter Personen: Damerius, Kurella, Krajewski u.a." bewegt und "enge Verbindung zum Mitglied der faschistischen Jugendorganisation Damerius" unterhalten. B. wird am 2. Julii 1938 zu acht Jahren "erzieherisches Arbeitslager" verurteilt. Einweisung in das Lager Magadan, später in die Sowchose Elgen. Im Herbst 1945 Entlassung, im Sommer 1946 Ausreise nach Polen, Anfang der fünfziger Jahre nach Deutschland. Heirat mit Bernhard Pampuch, als Journalistin aktiv für die Süddeutsche Zeitung, später auch für Radio und Fernsehen (Pseudonym: Alfred Burmeister). 1953 plante das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR Aktionen gegen Wanda Bronska-Pampuch. 1958 Buchveröffentlichung: "Polen zwischen Hoffnung und Verzweiflung". Übersetzung der Werke des Philosophen Leszek Kołakowski und anderer Autoren, darunter Kazimierz Brandys und Stefan Kisielewski. 1963 autobiografischer Roman "Ohne Maß und Ende". 1968 spielte sie in dem Film "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" die Rolle der Frau Saizewa.
Tod:
Web:
de.wikipedia.org/wiki/Wanda_Bro%C5%84ska-Pampuch
Literatur:

Plener, Ulla: Eine brach mit der zähen Hoffnung. Wanda Bronska (1911-1972), in: Plener, Ulla (Hrsg.): Leben mit Hoffnung in Pein. Frankfurt (Oder), 1997, S. 54-121; Hedeler, Wladislaw: Chronik der Moskauer Schauprozesse 1936, 1937 und 1938. Berlin: Akademie Verl., 2003, S. 76, 394, 403, 414, 416, 566

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Man thut den Menschen ja leider selten Unrecht,

weil sie meistens nicht so feine Leut' sind -


(Karl Popper, 1915)