thumb
Name:
Sauer, Fritz, Dr.
Geboren:
1904, Frankfurt/M.
Bio:
Studierte Nationalökonomie an der Handelshochschule seiner Geburtsstadt, anschließend an der Universität in Freiburg/Breisgau. In der kommunistischen Studentenbewegung aktiv, wurde er Mitglied der Reichsleitung der Kostufra. 1926 Diplom, 1929 Promotion in Frankfurt/M. mit der Dissertation \"Wesen, Funktionen und Entwicklungstendenzen der Sozialpolitik und die Stellung der Sozialdemokratie zur Sozialpolitik bis 1914\". Mitglied des KJVD, trat 1927 der KPD bei. Als Publizist tätig, soll Sauer 1929 auch dem AM-Apparat angehört haben. 1930 Übersiedlung in die UdSSR, wurde Mitarbeiter des Marx-Engels-Lenin-Instituts (MELI), Abteilung Werke von Marx und Engels. Nach der Verhaftung des Leiters David Rjasanow im März 1931 wurde er im Zuge von Parteisäuberungen in die Komintern versetzt, dann Rückkehr ins MELI. 1931 von der KPD in die KPdSU überführt, dort 1933 wegen \"versöhnlerischer Haltung\" gerügt, dann aus der Partei ausgeschlossen. Im September 1936 wurde er aus dem MELI entlassen und sofort vom NKWD verhaftet. Fritz Sauer wurde als Opfer der Stalinschen Säuberungen am 17. Mai 1938 zum Tode verurteilt und am 28. Mai 1938 in Butowo erschossen. Rehabilitiert am 9. September 1957. Bestattungsort Butowo. Seine Frau Irmgard (*1907) und beider Sohn Ernst (* 1934) wurden ebenfalls inhaftiert und sind im Gulag verschollen.
Tod:
Fritz Sauer wurde als Opfer der Stalinschen Säuberungen am 28. Mai 1938 in Butowo erschossen.
Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=5044
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
arrow Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wem einmal das Rückgrat gebrochen wurde
Der ist kaum dazu zu bewegen
Eine aufrechte Haltung einzunehmen
Denn die Erinnerung
An das gebrochene Rückgrat
Schreckte ihn.

(Johannes R. Becher, Aus dem Nachlass)