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Name:
Osche, Ernst (auch: Baum, Ernst)
Geboren:
1910, Stryj/Galizien
Bio:

Kam in den zwanziger Jahren nach Deutschland. Er wurde als Jack Nawrey ein bekannter Journalist, 1929 Mitglied der KPD und Redakteur der "Roten Fahne" in Berlin. Nawrey soll auch dem AM-Apparat angehört haben. 1934 emigrierte er in die Sowjetunion und wurde in Moskau Redakteur an der "Deutschen Zentral-Zeitung" (DZZ). Im Februar 1938 vom NKWD verhaftet und daraufhin als "Konterrevolutionär" verbannt. Zuletzt wurde er noch in den Goldfeldern an der Kolyma gesehen. Die Tochter Ruth (* 1936 in Moskau), die 1996 mit Nawreys Witwe (* 1910) und ihrer Familie nach Deutschland kam, hatte 1995 die Rehabilitierungsurkunde erhalten. Jack Nawrey war am 25. März 1943 im Gulag gestorben

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4824
Literatur:

Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 310; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 158

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Das Tabu für Mord ist die strengste Regel, die unsere Rechtssysteme anwenden, und sie hat es so einfach gebrochen.
Aber nur, weil sich ihr Wahnsinn mit dem Reggies verbunden hat. Ähnlich wie die Begegnung zwischen Hitler und Himmler.
Hitler hat Postkarten gemalt und Himmler Hühner gezüchtet, glaube ich. Zusammen verursachten sie den Holocaust.

(Janwillem van de Wetering, Massaker in Maine, Reinbek bei Hamburg 2002, S. 295)