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Name:
Navratil, Franz
Geboren:
27. November 1898, Wien
Bio:

Schuster. Im Januar 1916 meldete er sich freiwillig zur k.u.k Armee und geriet im Herbst desselben Jahres in russische Kriegsgefangenschaft. Nach der Freilassung blieb er freiwillig in der Sowjetunion und wurde 1920 Mitglied der VKP (b), aus der er 1929 wegen politischer Unzuverlässigkeit und Nichtbezahlung der Mitgliedsbeiträge ausgeschlossen wurde. Zur Zeit seiner Verhaftung am 15. März 1938 arbeitete Navratil bei der Moskauer Lebensmittelversorgung, nachdem er ein Jahr zuvor aus dem Volkskommissariat für Außenhandel entlassen worden war. Seine Entlassung aus dieser Position hing mit seiner Freundschaft mit Metschislav Loganovskij zusammen, dem stellvertretenden Volkskommissar für den Außenhandel, der im Mai 1937 verhaftet und am 29. Juli 1938 hingerichtet wurde. Navratil "gestand", dass er 1936 von Loganovskij, der polnischer Abstammung war, zur Spionage für Polen angeworben worden war. Am 29. Juli 1938 wurde Navratil zum Tode verurteilt und am 16. August 1938 erschossen. Navratil war mit den gleichfalls verhafteten Österreichern Andreas Terner und Leopold Moser befreundet. Er war mit einer Russin verheiratet, das Paar hatte keine Kinder.

Web:
www.doew.at/erinnern/biographien/oesterreichische-stalin-opfer-bis-1945/stalin-opfer-n/navratil-franz
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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Auch böse Männer lieben ihre Mama!

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