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Datum:
9. 8. 1912
Ereignis:

Johannes Nohl schreibt an seinen Vater Hermann Nohl: "Lieber Vater, ich hab Dir in einem meiner letzten Briefe unsre Lage genau geschildert - auch habe ich Dir erzählt, wie Izas notwendige Ausbildung nach dem Doktorat in Bern durch mein Schicksal unterbrochen wurde wie jetzt vorläufig keine Möglichkeit besteht zum Ziel zu gelangen, wie wir kümmerlich die Tage mit dem wenigen, worüber ich verfüge, dahinfristen. - Die liebe Mutter schrieb in ihrem Brief: 'Es wäre doch ein rechter Jammer, wenn ihre ganze Ausbildung durch die zu frühe Verbindung mit Dir abgebrochen und das ganze angefangene Studium vergebens wäre.' - Hätte Iza sich mir nicht verbunden und mich durch den glaubensvollen Mut, den ihre Hingabe bewies, mich zum Licht empro gerissen, so wäre jetzt freilich keine Not mehr, denn ich läge im Grab. - Als die Not am größten war, führte mich Gott meiner lieben Iza entgegen."

Quellen:

Dudek, Ein Leben im Schatten, Bad Heilbrunn/Obb. 2004, S. 62

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