- Datum:
- 20. 2. 1906
- Ereignis:
- Frieda Gross schreibt an Else Jaffé: "Jetzt kriegt er endlich die Docentur." [...] " Im Winter wollen wir, so Gott will, nach München. Und Otto dort auf der Kraepelinschen Klinik arbeiten." [...] "Und Otto hat mich gedrillt mit eiserner Consequenz. Wir lesen viel zusammen, auch anderes, Gedichte, moderne Belletristik. Otto liebt natürlich vor allem die psychologischen Russen. Und jetzt sind wir aufs Alte Testament verfallen - mit Begeisterung. So ein Abend, wir beide allein, ist manches Mal wie ein grosses Fest. Doch weiss ich, dass uns Menschen fehlen, Menschen, die uns geben. Otto glaubt, es müssen am liebsten Künstler sein."
- Quellen:
Bertschinger-Joos, Frieda Gross - Briefe aus Graz 1882-1906, in: v. Olenhusen/Heuer (Hrsg.), Die Gesetze des Vaters, Marburg 2005, S. 318-319; Tufts MS008/001-001#035
- Link zum Dokument:
- nils.lib.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A4000.08.0004;query=section%3D%232;layout=;loc=1