Hochschulbildung, Rechtsanwalt, seit 1919 USPD, ab 1923 KPD, Funktionär der Roten Hilfe, Rechtsberater des ZK der KPD. Emigrierte im April 1933 nach Frankreich, Belgien und Holland, danach seit Dezember 1934 als politischer Emigrant in der UdSSR, bald darauf Bürger der UdSSR; Lebte mit Ehefrau Dagmar, geb. Dirichs (1903–1993) und Tochter Sonja in Moskau, Mitarbeiter am Sender Moskau, zuletzt Korrektor bei der "Deutschen Zentral-Zeitung" (DZZ) in Moskau. Am 15. Februar 1938 verhaftet und am 26. Mai 1938 zu acht Jahren Lager verurteilt, verstarb 1938 im Moskauer Taganka-Gefängnis. Rehabilitiert 1962. Dagmar Horstmann war von 1944 bis 1948 als Lehrerin im internationalen Kinderheim in Iwanowo tätig, später bis 1957 als Russischlehrerin in der DDR. Die Tochter Sonja, geb. 1928, starb 1944 in der Verbannung an Tbc.
Verstarb 1938 im Moskauer Taganka-Gefängnis
Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 307; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 101