Vater Rohrleger, Mutter Haus- und Aufwartefrau. Kaufmännische Angestellte. Seit 1928 KPD. Folgte ihrem Mann Rudolf Hebel mit ihrer Tochter Jutta (* 3. Juli 1933) im November 1933 in die UdSSR. Von Dezember 1933 bis Oktober 1935 Besuch des Pädagogischen Instituts in Odessa, danach in Moskau Lehrerin am Institut für Fremdsprachen. Ende 1936 Übersiedlung nach Engels, Lehrerin am dortigen Handelstechnikum. Vom 17. Juni 1938 bis 7. April 1939 in Engels in Untersuchungshaft, anschließend Verbannung. Am 27. Juli 1940 aus der Partei ausgeschlossen. Nach ihrer Entlassung bis Oktober 1940 als Lehrerin und Redakteurin tätig. Ende Oktober 1940 Rückkehr nach Deutschland (Berlin). Gestapoverhör über illegale Arbeit ohne Ergebnis. Versteckte eine jüdische Frau und half "Ostarbeiterinnen". Im Februar 1943 mit ihrem Mann vor dem Kriminalgericht Berlin-Moabit angeklagt, sie wurde freigesprochen. Seit Januar 1946 Russischlehrerin an Berliner Schulen. Als Angehörige eines "Verfolgten des Naziregimes" anerkannt, später auch sie selbst. Korrespondenz mit Johannes R. Becher. Lebte als Rentnerin in Berlin
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 94, 381; Stark, Meinhard: "Ich muß sagen, wie es war". Deutsche Frauen des GULag. Berlin: Metropol, 1999, bes. S. 261