Der Damenschneider Anton Jeřábek (Jerabek), geboren 1895 in Wien, wurde am 15. März 1915 zur k.u.k. Armee eingezogen. Im Dezember 1915 wurde er mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 5. Juli 1916 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und wurde im Lager Tuapse am Schwarzen Meer interniert. Nach der Freilassung blieb er freiwillig im Lande und lebte zuerst in Gudauta (Abchasien), dann in Kirovabad (heute Gäncä, Aserbaidschan). Jeřábek behielt seine österreichische Staatsbürgerschaft; die österreichische Gesandtschaft in Moskau stellte ihm 1923 einen Pass aus, was ihm später vom NKVD zur Last gelegt wurde, wie übrigens auch seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Wann er verhaftet wurde, ist nicht bekannt, am 12. September 1938 befürwortete das Politbüro (Stalin, Molotov, Ždanov) die Verurteilung von Jeřábek durch das Militärkollegium des Obersten Gerichts und empfahl die Höchststrafe. Jeřábek wurde 1938 hingerichtet.
Jeřábek wurde 1938 hingerichtet.