Josef Hoffmann, ausgebildeter Bauschlosser, diente im 1. Weltkrieg als Pionier später war er als Gemeindesekretär in Mödling beschäftigt. Von 1918 bis 1934 war er Mitglied der SDAP, ab 1932 auch beim Schutzbund. Im Februar 1934 nahm er an den Kämpfen in Mödling teil, er flüchtete dann am 1. März 1934 in die ČSR. Ursprünglich für den zweiten Schutzbund-Transport im Juni vorgesehen, gelangte er erst gegen Jahresende 1934 in die Sowjetunion. Im Mai 1936 wurde Hoffmann Mitglied der KPÖ. Er arbeitete in der landwirtschaftlichen Maschinenfabrik Rostsel'maš in Rostov-na-Donu, als er am 6. Oktober 1937 verhaftet wurde. Am gleichen Tag wurden auch seine Landsleute und Arbeitskollegen
Karl Gruber,
Josef Dallinger, Wilhelm Kehl, Franz Sulzbacher und Eduard Hrdlicka verhaftet. Am 20. Dezember 1939 wurde Hoffmanns Ausweisung beschlossen, er wurde am 22. Dezember 1939 den deutschen Behörden übergeben. Hoffmann und Dallinger waren die einzigen bei Rostsel'maš beschäftigten Österreicher, die in den Verhören nach der Verhaftung kein Geständnis ablegten (die anderen widerriefen später ihre Geständnisse). Hoffmanns Frau Johanna Hoffmann, geb. Pfeiffer (geb. am 8. Mai 1889) war für die SDAP Mitglied des Gemeinderates von Mödling. Sie wurde am 14. Februar 1934 wegen Vorschubleistung zum Aufruhr zu vier Monaten bedingten Kerker verurteilt und reiste noch 1934 zu ihrem Mann in die Sowjetunion, kehrte dann im Oktober 1938 freiwillig nach Österreich zurück.