Harry Graf Kessler in Berlin in seinem Tagebuch: "Mittags frühstückte Becher bei mir im Hotel Excelsior. Er hat sich in Weimar bei mir schlecht benommen, mit der Dienerschaft sich encanailliert, sie über mich ausgefragt, widerwärtige Schmutzereien in seinem Zimmer gemacht u. s. w. Ich stellte ihn freundschaftlich zur Rede. Er läugnete natürlich Alles. Leider bleibt das Meiste aber doch unzweifelhaft wahr. Nur hat er eine Art von Unzurechnungsfähigkeit in der Gemeinheit, dass er trotzdem den Eindruck eine unschuldigen Kindes wahrt. Er ist halb Schmutzfink, halb Genie oder Engel. Schade dass diese schöne Flamme in einem Gefäss von Dreck brennt."
Riederer (hrsg.). Harry Graf Kessler. Das Tagebuch Sechstet Band 1916-1918, Stuttgart 2006, S. 103